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Staatskrise abgewendet

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Staatskrise abgewendet

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Das Palament von Nepal hat das Mandat der Verfassungsgebenden Versammlung um ein Jahr verlängert. Eigentlich hätte das Himalayaland bis zum Freitag eine republikanische Verfasung erhalten sollen. Nach der Mandatsverlängerung kündigte Ministerpräsident Madhav Kumar seinen Rücktritt an. Die maoistische Opposition hatte ihn zur Bedingung für ihre Zustimmung zur Mandatsverlängerung gemacht. “Das wichtigste in dieser Situation ist, dass die Verfassungsgebende Versammlung mehr Zeit gewonnen hat, um den Friedensprozeß zu einem positiven Ende zu führen”, sagte Kumar, der allerdings keinen genauen Zeitpunkt für seine Demission mitteilte.

Nach dem Sturz des dikatorisch regierenden Königs
Gyanendra im Jahre 2006 hatten sich alle Parteien auf die Errichtung einer Republik geeinigt. Die Maoisten zogen sich im vergangenen Jahr nach einem Kompetenzstreit in Militärfragen mit dem Staatspräsidenten aus der Allparteienregierung zurück. Sie stellen die größte Fraktion im Parlament´und sollen an der neuzubildenden Regierung beteiligt werden.