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Wahlen in Tschechien

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Wahlen in Tschechien

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In Tschechien haben gestern ein Jahr nach dem Bruch der Mitte-Rechts-Koalition zweitägige Parlamentswahlen begonnen.

Am ersten Tag gaben bereits etwa 50 Prozent der rund 8 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Der Vorsitzende der in Umfragen führenden Sozialdemokraten Jiri Paroubek, zeigte sich bei der Stimmabgabe optimistisch,- doch könnte auch er auf einen Koalitionspartner angewiesen sein.
Genau an diesem Punkt setzte sein schärfster Kontrahent von der Demokratischen Bürgerpartei ODS, Petr Necas an:

Er warnte im Wahlkampf davor, dass zwischen Böhmerwald und Beskiden künftig möglicherweise eine Linkskoalition aus Sozialdemokraten und Kommunisten regieren könnte.

Necas sprach sich hingegen für ein Bündnis seiner neoliberalen Partei mit kleineren konservativen Gruppierungen aus.

Seit dem Sturz des damaligen Regierungschefs Mirek Topolanek durch ein Misstrauensvotum im März 2009 amtiert in Prag ein Übergangskabinett.
Die Abstimmung soll dem EU- und NATO-Mitglied wieder mehr politische Stabilität bringen. Beobachter erwarten aber keine klaren Mehrheitsverhältnisse.

Mit ersten Hochrechnungen wird am Samstag gegen 16.00 Uhr gerechnet.