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Forum der UN-Allianz der Zivilisationen in Rio

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Forum der UN-Allianz der Zivilisationen in Rio

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Am letzten Tag des Forums der “Allianz der Zivilisationen” in Rio de Janeiro haben vor allem junge Teilnehmer aus aller Welt ihre Projekte vorgestellt. Das von den Vereinten Nationen getragene Bündnis soll helfen, kulturelle Barrieren abzubauen, – hauptsächlich zwischen der westlichen und der muslimischen Welt, aber die Projekte sind durchaus vielfältig. Eines wurde vorgestellt von Wanjiru Kamau-Rutenberg, Assistenzprofessorin in San Francisco: “Wir investieren in junge Frauen in Afrika, wir haben die klügsten Mädchen in Afrika gesucht, und nun geben wir ihnen Stipendien und Betreuung, damit Frauen in Führungsfunktionen gelangen überall auf dem Kontinent,” sagt die Politologin, die selbst aus Kenia stammt und mit 14 Jahren in die USA kam. Akili Dada heißt ihr afrikanisches Projekt.

Von einem spannungsreichen Verhältnis zwischen afrikanischer und europäischer Kultur im eigenen Land sprach der Ministerpräsident Haitis, Jean-Max Bellerive: “Haiti ist ein Land, das aus dem Kolonialismus hervorgegangen ist, und in dem verschiedene Kulturen koexistieren. Doch leider haben diese Kulturen keinen Synergieeffekt bewirkt, sondern im Gegenteil: Man könnte den Eindruck haben, dass sie einen zerstörerischen Effekt haben. Es gibt eine Trennung zwischen der afrikanischen Kultur, der europäischen Kultur sowie der Kultur, die sich in der Region entwickelt hat, der ibero-amerikanischen.”

Die “Allianz der Zivilisationen” geht zurück auf eine Initiative der Regierungschefs Spaniens und der Türkei im Jahre 2004. Das erstes Forum des Bündnisses wurde 2008 in Madrid veranstaltet, das zweite im vergangenen Jahr in Istanbul. 2012 soll die Allianz der Zivilisationen in Wien zusammenkommen.