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Kundgebung in Pjöngjang gegen Südkorea

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Kundgebung in Pjöngjang gegen Südkorea

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Bei einer Großkundgebung in Pjöngjang haben zehntausende Nordkoreaner dem Süden vorgeworfen, die Spannungen auf der Halbinsel anzuheizen. Behauptungen, Nordkorea habe die südkoreanische Korvette Cheonan mit einem Torpedo versenkt, seien haltlos, hieß es. Sprecher forderten die Menschen auf, sich auf einen Angriff aus dem Süden vorzubereiten.

Zuvor hatte Nordkorea für den Fall von Sanktionen gegen das Land mit “harten Maßnahmen” gedroht und auch einen Krieg nicht ausgeschlossen. Unterdessen forderte China – die langjährige Schutzmacht Nordkoreas – Schritte zur Entspannung auf der Halbinsel. Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao äußerte sich einem Dreiertreffen in Südkorea mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak und Japans Regierungschef Yukio Hatoyama.

Der chinesische Ministerpräsident bezog jedoch nicht Stellung zu den Vorwürfen gegen Nordkorea wegen des Schiffsuntergangs. Sein südkoreanischer Gastgeber bekräftige die Forderung, Nordkorea international zur Rechenschaft zu ziehen und deutete an, dass er im Weltsicherheitsrat die Unterstützung durch die Veto-Macht China erwarte.

Bei dem Untergang der südkoreanischen Korvette am 26. März waren 46 Matrosen ums Leben gekommen.