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Richtungswahl in Kolumbien

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Richtungswahl in Kolumbien

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Kolumbien wählt heute einen neuen Staatspräsidenten. Um die Nachfolge von Álvaro Uribe bewerben sich in dem südamerikanischen Land neun Kandidaten.

Zwei von ihnen werden sich aber ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern, wenn die Umfragen recht behalten.

Zum einen steht dabei der konservative Regierungskandidat Juan Manuel Santos, in den letzten Jahren Verteidigungsminister. Er wirbt damit, Uribes Politik nahtlos fortzusetzen – vor allem, was den Kampf gegen die Rebellen im Land angeht.

Zum anderen zeichnet sich Antanas Mockus als Mitfavorit ab, der für die kleine Grüne Partei antritt. Mockus, Sohn litauischer Einwanderer, ist Mathematiker und Philosoph, war aber auch schon Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá.

Beide, Santos und Mockus, könnten jeweils auf etwa 35 Prozent der Stimmen kommen. In diesem Fall käme es zwischen ihnen in drei Wochen zu einer Stichwahl.

Der äußerst beliebte Uribe durfte nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Sein Nachfolger
muss weiter mit grundlegenden Problemen zurechtkommen: Die linken Rebellen der FARC sind geschwächt, aber nicht besiegt; Drogenanbau und -schmuggel blühen weiter, und weit verbreitet ist die Armut.