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"Top Kill" auf dem Meeresgrund gescheitert

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"Top Kill" auf dem Meeresgrund gescheitert

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Auch der Versuch, das offene Bohrloch auf dem Grund des Golfs von Mexiko zu verstopfen, war erfolglos: Das Erdöl strömt dort nun weiter aus, auch noch fast sechs Wochen nach der Explosion und dem Untergang des Bohrschiffs Deepwater Horizon.

Man habe zahlreiche Versuche unternommen, sagt Doug Suttles, ein Vorstand des Ölkonzerns BP. Man habe mehrere Dinge probiert und die Lage immer wieder überprüft; aber letztlich sei man nicht imstande gewesen, den Ausfluss zu stoppen.

BP hatte tagelang Schlamm und verschiedene Materialien in das Bohrloch gedrückt, um es zu verstopfen. Nun will es die Firma wieder mit einer Methode versuchen, bei der ein Großteil des Öls aufgefangen und an die Oberfläche geleitet werden könnte. Auch das wird aber wieder Zeit kosten – diesmal vier Tage. Und auch diese Methode ist unerprobt in solchen Meerestiefen wie hier, rund anderthalb Kilometer.

Die massive Verschmutzung des Meeres geht damit unablässig weiter. Täglich fließen große Mengen Rohöl ins Meer: seit Beginn des Dramas rund vierzigtausend Tonnen. Sorgen macht den Einsatzkräften jetzt auch die nahende Zeit der Wirbelstürme: Bisher waren die Aufräumbemühungen an der Oberfläche begünstigt vom guten Wetter.