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Internationale Kritik nach Israels blutigem Angriff auf Hilfsflotte

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Internationale Kritik nach Israels blutigem Angriff auf Hilfsflotte

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Politische Gegner, aber auch Partner Israels haben die Militäraktion im Mittelmeer gegen den Konvoi einer internationalen Hilfsflotte verurteilt.

Israels Armee hatte sechs Schiffe der Organisation “Free Gaza” geentert – diese hätten die von Israel verhängte Seeblockade des Gaza-Streifens durchbrechen wollen, so ein Sprecher.

Dabei wurden nach israelischen Angaben mindestens neun pro-palästinensische Aktivisten getötet. In Medienberichten war von bis zu 16 Toten die Rede.

Noch unbestätigten Angaben zufolge soll es sich bei den Toten vor allem um türkische Staatsangehörige handeln, die sich auf dem Schiff “Marmara” befanden.

Israel verteidigte die Aktion und behauptete, an Bord unter anderem auch Waffen gefunden zu haben.

“Während der Enterung des Schiffes Marmara waren etwa 600 Passagiere an Bord. Unsere Soldaten wurden unter Beschuss genommen, und ihr Leben war in Gefahr”, so Israels Marinechef Eli Marom. “Sie mussten also ihre eigenen Waffen einsetzen, um sich zu verteidigen.”

Am Sonntag hatten sich die Schiffe mit etwa 700 Aktivisten von Zypern aus auf den Weg gemacht, um rund 10.000 Tonnen Hilfsgüter in den Gazastreifen zu bringen.

“Free Gaza” bezeichnet sich selbst als Menschenrechtsorganisation, deren Ziel ein Ende der Blockade des Gaza-Streifens ist.