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Louisiana: Wut über Ölkatastrophe

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Louisiana: Wut über Ölkatastrophe

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Wut über die Ölkatastrophe und Zorn auf den Ölkonzern BP: Mehrere hundert Menschen haben sich in New Orleans versammelt – der Stadt in der Nähe des Golfs von Mexiko, vor ein paar Jahren schon einmal schwer getroffen durch den Wirbelsturm Katrina.

“BP hat seit März gewusst, dass die Absperrventile nicht funktionieren und sich das Gummi da unten auflöst”, sagt ein Einwohner. “Das ist eine große Firma – aber den kleinen Leuten, die da arbeiten, haben sie immer nur gesagt: Bohrt mal einfach schön weiter.”

Der Versuch, die Ölflut auf dem Meeresboden zu ersticken, ist gescheitert. BP will nun wieder eine Methode ausprobieren, bei der ein Teil des Öls abgesaugt würde. Auch diese Methode ist aber in dieser Meerestiefe noch nie erprobt worden.

Die Regierung spricht jetzt von wahrscheinlich der größten Umweltkatastrophe, die es in den USA je gegeben habe. Auf jeden Fall sei es der größte Ölaustritt, sagt die Regierungsberaterin Carol Browner. Das Öl könne noch bis August fließen, wenn die Entlastungsbohrungen fertig seien.

Seit sechs Wochen tritt das Erdöl nun aus, seit der Explosion und dem Untergang des Bohrschiffs über der Förderstelle. Über Wasser steht jetzt die Wirbelsturmsaison bevor: Die Stürme könnten das Öl weiter verteilen und die Arbeiten an der Oberfläche behindern.