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Straßenproteste in Gaza nach Israels Angriff

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Straßenproteste in Gaza nach Israels Angriff

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Im Gaza-Streifen machten hunderte Palästinenser nach dem Vorfall ihrer Wut Luft.

Die Bewohner des dicht besiedelten Küstenstreifens sind wegen der Blockade durch Israel weitgehend auf fremde Hilfe angewiesen. Die radikal-islamische Hamas, die das Gebiet kontrolliert, rief zum Abbruch der Verhandlungen mit Israel auf. Diese waren erst kürzlich wieder aufgenommen worden.

“Wir fordern die Palästinenserbehörde auf, die Verhandlungen zu beenden – ob direkte oder indirekte Gespräche”, erklärter Hamas-Führer Ismael Hanijeh. “Es ist unverantwortlich, die Verhandlungen im Licht dieses alle Grenzen überschreitenden Verbrechens fortzusetzen.”

Auch im Westjordanland gingen die Menschen nach dem Vorfall auf die Straße.

Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas bezeichnete den Angriff auf die Hilsflotte als Massaker und rief drei Tage Staatstrauer für die Toten aus. An Bord eines der Schiffe befanden sich unter anderem auch zwei deutsche Bundestagsabgeordnete der Linkspartei sowie der schwedische Erfolgsautor Henning Mankell.