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Ägypten öffnet Grenzübergang für Palästinenser

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Ägypten öffnet Grenzübergang für Palästinenser

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Infolge des Vorfalls mit der Hilfsflotte hat Ägypten den Grenzübergang Rafah zum Gazastreifen geöffnet. Es ist der einzige Übergang, der nicht von Israel kontrolliert wird. Auf zunächst unbefristete Zeit können die Palästinenser sowie Hilfskonvois und medizinische Güter ihn passieren.

Seit die radikal-islamische Hamas vor drei Jahren die Macht im Gazastreifen übernahm, hat Israel alle Grenzübergänge gesperrt, Ägypten hatte gleichgezogen und Rafah nur wenige Tage im Monat für humanitäre Hilfe, Kranke und Palästinenser mit Wohnsitz im Ausland geöffnet.

Viele Palästinenser fühlen sich von ihren arabischen Nachbarn im Stich gelassen: “Was da gestern passierte, ist das Ergebnis der Inkompetenz der feigen arabischen Länder. Sie haben nur Angst, dass die Dollars nicht mehr zu ihnen fließen. Und wir brauchen politische und nationale Unterstützung”, klagt ein Bewohner von Gaza-Stadt, ein anderer erklärt: “Viele haben den Vorfall gestern auf See verurteilt. Aber wir Palästinenser sagen, dass die bloße Verurteilung uns nichts weiter bringt.”

Rund 1,5 Millionen Menschen leben dicht gedrängt im Gazastreifen, von der Außenwelt abgeriegelt. Die Öffnung Rafahs kam auch durch Druck der in Ägypten offiziell verbotenen Muslim-Bruderschaft zustande, die der Hamas nahesteht.