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Angriff von Gaza-Flotte: Israels Verbündete empört

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Angriff von Gaza-Flotte: Israels Verbündete empört

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Der israelischen Angriff auf die “Gaza-Solidaritätsflotte” wurde weltweit verurteilt, auch enge Verbündete reagierten empört. Dabei waren am Montagmorgen nach Angaben der israelischen Armee auf dem türkischen Schiff “Mavi Marmara” mindestens neun Aktivisten getötet. Mehr als 50 Gaza-Aktivisten wurden verletzt, sieben israelische Soldaten verwundet.

Von der israelischen Marine veröffentlichte Bilder der zeigen, wie Soldaten im Morgengrauen von Booten und Hubschraubern aus insgesamt sechs Schiffe enterten. Die Aufnahmen sollen auch belegen, dass die Soldaten dabei angegriffen wurden. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und die Marineführung berichteten von Schüssen. Soldaten fanden Messer und Pfefferspray.

Nach Angaben der Organisation “Free Gaza” fand der Angriff in internationalen Gewässern statt, rund 140 Kilometer vor der israelischen Küste. Die Schiffe hatten 10.000 Tonnen Hilfsgüter in das abgeriegelte Palästinensergebiet bringen wollen.

Europäische Politiker – darunter auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel – mahnten ein Ende der Gaza-Blockade an. Regierungen mehrerer EU-Staaten bestellten die israelischen Botschaften ein. Die Türkei forderte die Herausgabe der Schiffe und die Freilassung der festgenommenen Aktivisten. Die USA und die NATO reagierten zurückhaltend.