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Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt weiter

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Arbeitslosigkeit in Deutschland sinkt weiter

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Die Erholung auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich auch im Mai fortgesetzt. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit fiel die Zahl der Erwerbslosen auf den der niedrigsten Mai-Wert seit 1992. Insgesamt waren 3,2 Millionen Menschen ohne Job, um 165.000 weniger als im April. Die Arbeitslosenquote sank im Monatsvergleich um 0,4 Punkte auf 7,7 Prozent. Vor allem die Exportwirtschaft habe vom schwachen Euro profitiert, hieß es aus der Bundesagentur.

Zufrieden zeigte sich auch die deutsche Arbeitsministerin Ursula van der Leyen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften steige weiter, sagte sie: “Und da zeichnet sich jetzt ein stetiger Trend ab. Das ist der zweite Monat, in dem die Nachfrage ein Plus verzeichnet. Mit anderen Worten: da bewegt sich was am Arbeitsmarkt.”

Allerdings: Einige Faktoren relativieren die guten Nachrichten. Ohne eine Statistikänderung läge die Arbeitslosenzahl um rund 90.000 höher als im Vorjahr, hieß es. Und: Die Lage auf dem Arbeitsmarkt sei zwar besser als befürchtet, aber weiterhin unsicher.

Das scheint sich zu bestätigen, nimmt man die ganze Eurozone ins Blickfeld. Denn hier erreichte die Arbeitslosigkeit im April mit knapp 16 Millionen Jobsuchenden ein 12-Jahres-Hoch. Besonders dramatisch ist die Lage in Spanien, Portugal und Italien. Am wenigsten Arbeitslose gab es in den Niederlanden, gefolgt von Österreich.