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Hunderte Gaza-Aktivisten nach Israel gebracht

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Hunderte Gaza-Aktivisten nach Israel gebracht

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Nach dem blutigen Militäreinsatz gegen die Gaza-Hilfsflotte im Mittelmeer mit mindestens neun Toten hat Israel vor weiteren Versuchen, die Blockade des Gazastreifens zu brechen, gewarnt: Boote würden erneut aufbracht, hieß es in Jerusalem.

Unterdessen haben israelische Sicherheitskräfte 480 Aktivisten ins Gefängnis der Hafenstadt Ashdod gebracht. Sie sollen dort verhört werden. Nach Angaben des staatlichen Rundfunks wurde 48 weitere Personen zum internationalen Flughafen Ben Gurion gebracht, um abgeschoben zu werden.

Mit einer Videoaufnahme des Militärs versucht Israel, zu beweisen, dass die Soldaten angegriffen wurden, als sie das türkische Schiff Mavi Marmara enterten. Passagiere schlagen anscheinend mit Stangen auf die Soldaten ein und werfen einen von ihnen von einem der oberen Decks auf ein unteres. Insgesamt wurden bei der Aktion fünf Soldaten verletzt.

Zwei Mitglieder der Crew trafen unterdessen in Istanbul ein.

“Als wir an Deck gingen, kamen Soldaten von Hubschraubern und Booten und griffen uns an,” sagte einer der Seemänner: “Sie näherten sich unserem Boot mit Kriegsschiffen. Vorher hatten sie uns sechs Mal gewarnt. Wir sagten ihnen, dass wir unbewaffnet seien. Unsere einzige Waffe war Wasser.”

Angesichts der internationalen Kritik an dem Einsatz haben Israelis vor dem türkischen Konsulat in Tel Aviv das Vorgehen des Militärs begrüßt.

In einigen Medien, vor allem der linksliberalen Tageszeitung Haaretz, wurde der Einsatz scharf kritisiert.