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Ölpest könnte sich nach Osten ausweiten


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Ölpest könnte sich nach Osten ausweiten

Vor der Küste Louisianas kämpfen die Einsatzkräfte nachwievor unter großen Anstrengungen gegen die Ölpest.

Bald schon könnte sich diese auf die benachbarten Staaten Mississippi und Alabama ausweiten, denn am 1.Juni beginnt im Süden der USA die Hurrikane-Saison.

Die dicke Ölschicht im Golf von Mexiko könnte sich Vorhersagen von Meteorologen dann ostwärts bewegen, eventuell sogar bis an die Nordwestküste Floridas nahe der Stadt Pensacola.

“Die Teams sind hier draußen und arbeiten den ganzen Tag in der prallen Sonne”, so ein Sprecher der Küstenwache. “Sie versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Es geht hier darum, den Schaden möglichst gering zu halten, aber das Gras werden wir nicht retten können.”

Den Ölkonzern BP hat die Katastrophe, die vor 43 Tagen mit der Explosion einer unterirdischen Bohrinsel begann, bislang rund 800 Millionen Euro gekostet. Der Kurs der BP-Aktie ist im freien Fall.

“Alles, was ich Ihnen sagen kann ist: vom ersten Tag an haben wir aus der ganzen Welt Ressourcen zusammengezogen, um die Küste zu retten”, so ein BP-Sprecher. “Eine ganze Kleinstadt ist hier aktiv vor Ort, ungefähr 20.000 Menschen sind im Einsatz.”

Kein gutes Haar läßt die Ölpest auch an der US-Regierung, die öffentlich zugeben mußte, daß sie nicht über die nötige Technologie verfügt, um einzugreifen. Washington muß dies BP überlassen. Der Konzern führt zur Zeit Entlastungsbohrungen durch, die erst im August abgeschlossen sein werden.

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