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Schwere Vorwürfe gegen Israel im Sicherheitsrat

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Schwere Vorwürfe gegen Israel im Sicherheitsrat

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Mitglieder des Weltsicherheitsrates haben den blutigen Militäreinsatz Israels scharf verurteilt. Zu der Dringlichkeitssitzung hatte die Türkei gedrängt, die mehrere Todesopfer auf dem türkischen Schiff “Mavi Marmara” zu beklagen hat. Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu sagte in New York, ein Staat, der so vorgehe, habe seine Legitimität verloren, ein respektiertes Mitglied der internationalen Gemeinschaft zu sein. “Israel hat internationales Recht gebrochen. Ganz einfach gesagt ist das gleichbedeutend mit Bandenwesen und Piraterie. Es ist Mord, ausgeführt von einem Staat.”

Auch die USA zeigten sich besorgt, verhinderten Diplomaten zufolge aber eine eindeutige Verurteilung Israels. Sie hinterfragten auch das Vorgehen der Aktivisten. “Wir arbeiten an der Überprüfung der Fakten, so der stellvertretende amerikanische UN-Botschafter Alejandro Wolff, “wir erwarten eine glaubwürdige, transparente und vollständige Untersuchung.”

Mit Ausnahme der USA forderten die Staaten im Sicherheitsrat ein Ende der Blockade des Gazastreifens. Dies sieht bereits eine UN-Resolution vom Januar 2009 vor. Der Vertreter Israels bestritt, das es in dem Küstenstreifen eine humanitäre Katastrophe gebe.