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"Agatha" reißt Loch in Guatemala-Stadt

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"Agatha" reißt Loch in Guatemala-Stadt

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Tropische Wassermassen haben ein riesiges Loch in Guatemala-Stadt gerissen, dreißig Meter tief, zwanzig Meter im Durchmesser. In dem Abgrund versank ein dreistöckiges Haus. Zum Glück soll niemand darin gewesen sein. Zuvor war ein Kanal unter dem Gebäude eingebrochen.

Der Tropensturm “Agatha” – der erste der Saison – wütet seit dem Wochenende in Mittelamerika. Besonders schlimm traf es Guatemala. Erdrutsche und Überschwemmungen zerstörten zahlreiche Straßen, viele Orte sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Guatemalas Präsident Alvaro Colom sagte nach einem Flug über das Katastrophengebiet, die Zerstörungen seien schlimmer als bei früheren, verheerenden Wirbelstürmen.

Bislang zählten die Behörden 150 Tote, rund 100 Menschen werden vermisst. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in Armut. Ihre Hütten bieten vor Umweltkatastrophen kaum Schutz. In der Nähe der Hauptstadt ist zudem der Vulkan Pacaya erwacht und spuckt Asche und Steine.

Auch im benachbarten Honduras und in El Salvador traten Flüsse über die Ufer. Mehrere tausend Menschen mussten in Honduras ihre Häuser verlassen.

Die Europäische Union hat drei Milliarden Euro Hilfsgelder freigegeben. Damit sollen in den betroffenen Staaten mindestens 100.000 Menschen versorgt werden.