Eilmeldung

Eilmeldung

Ausländische Gaza-Aktivisten abgeschoben

Sie lesen gerade:

Ausländische Gaza-Aktivisten abgeschoben

Schriftgrösse Aa Aa

Zwei Tage nach dem blutigen Angriff auf
die Gaza-Hilfsflotte hat Israel nach eigenen Angaben alle ausländischen Aktivisten wieder freigelassen. Rund 120 der insgesamt etwa 700 Aktivisten kamen in Jordanien an, die meisten von ihnen Algerier und Indonesier. Ein Mann aus Pakistan sagte:
“Es war ein humanitäres Schiff, und es war auf hoher See, nicht in israelischen Gewässern. Sie haben auf Leute geschossen und sie getötet. Es gab keine medizinische Nothilfe. Sie haben sich brutal verhalten, allen Handschellen angelegt, keinen zur Toilette gelassen, überhaupt nichts erlaubt, und auf dem Weg nach Israel war ihr Verhalten noch schlimmer.”
Eine Sprecherin der Gefängnisbehörde erklärte, 632 ausländische Häftlinge seien nun auf dem Heimweg. Zuvor hatte der internationale Druck auf Israel zugenommen.
Ein Teil der Ausländer wurde über den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv abgeschoben. Rund 50 Aktivisten hatte Israel schon am Montag per Flugzeug verlassen, darunter fünf Deutsche.
Unterdessen setzte das Schiff Rachel Corrie seine Fahrt in Richtung Gazastreifen fort. Das Schiff aus Irland sollte ursprünglich in dem angegriffenen Konvoi fahren, begann die Überfahrt jedoch erst am Montag von Malta aus. Der irische Ministerpräsident Brian Cowen sagte, es sollte der Rachel Corrie erlaubt werden, den Einsatz zu beenden.