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Krankheitsfälle nach Ölpest an US-Südküste

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Krankheitsfälle nach Ölpest an US-Südküste

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Während Helfer an ölverseuchten Stränden der US-Südküste weiter im Einsatz sind, mehren sich Berichten über Krankheitsfälle, die anscheinend im Zusammenhang mit der Ölpest stehen.

Die Betroffenen und auch die Regierung in Washington setzten den Ölkonzern BP weiter unter Druck. Sechs Wochen nach dem Unfall der BP-Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko machte Justizminister Eric Holder deutlich, dass seine Behörden bereits ermitteln: “Unsere Untersuchung wird in den kommenden Tagen voranschreiten, und dabei werden wir gründlich, umfassend und mit Nachdruck zu Werke gehen. Wir werden nicht ruhen, bis die Gerechtigkeit gesiegt hat.”

Unterdessen unternimmt BP einen neuen Versuch, die Ölpest in den Griff zu bekommen. Dabei wird das defekte Steigrohr in 1500 Meter Tiefe mit Robotern abgesägt. Deshalb droht zeitweise wesentlich mehr Öl als bisher in den Golf von Mexiko zu fließen.

Der Gouverneur des US-Bundesstaates Louisiana, der Republikaner Bobby Jingal, kritisierte neben BP auch die Regierung der Demokraten in Washington: “Die Zeit für Untersuchungen und Diskussionen ist vorbei, die Regierung muss BP zur Rechenschaft ziehen. Wir wollen nicht, das unsere Regierung Ausreden für BP macht.”

Unterdessen erreichte das Öl auch die Bundesstaaten Mississippi und Alabama. Bisher war die Katastrophe auf die Küsten Louisianas beschränkt. Nun meldeten US-Medien, auch in den benachbarten Bundesstaaten seien erste Teerklumpen an Land gespült worden.
Seit sechs Wochen strömt das Erdöl Stunde um Stunde tonnenweise ins Meer.

Währenddessen gerät BP auch wirtschaftlich stark unter Druck. BP-Aktien fielen an der Londoner Börse am Dienstag bis zu 15 Prozent, der Unternehmenswert sank um 18 Milliarden Euro.