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US-Justizminister ermittelt gegen BP

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US-Justizminister ermittelt gegen BP

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BP versucht weiter, das sprudelnde Öl im Golf von Mexiko einzufangen. Gleichzeitig muss sich der Konzern auf rechtliche Konsequenzen einstellen.

Mit Diamantsägen schneiden Roboter unnütze Rohre weg. Dann soll ein Versatzstück an das defekte Steigrohr angesetzt und das Öl nach oben gepumpt werden.

Nach dem gescheiterten Versuch, das Bohrloch abzudichten, geht es nun nur noch ums Eindämmen. Und selbst wenn das gelingt, könnte, so BP, weiterhin ein Fünftel des Öls unkontrolliert ins Meer entweichen.

US-Justizminister Eric Holder – in dieser Eigenschaft auch Generalstaatsanwalt – kündigte nach einem Besuch des ölverseuchten Gebiets Ermittlungen gegen den Energiekonzern an. Dieser sagt zu, mit den Behörden zu kooperieren.

“Die begonnen Untersuchungen werden umfassend sein, es geht um eine breite Palette, von falschen Angaben bis hin zu der Frage, wie sich bestimmte Stellen verhalten haben, nichts ist tabu”, so Holder.

Experten sind skeptisch, ob es BP diesmal gelingt, das Öl aufzufangen. Der Aktienkurs des Konzerns rutschte gestern in die Tiefe. Endgültige Abhilfe sollen zwei Entlastungsbohrungen bringen – doch nutzbar sind diese erst im August.