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Einmal Mars - und zurück

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Einmal Mars - und zurück

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Mindestens 500 Tage würde so eine Reise zum Mars – je nach Stellung der Planeten – dauern.

Die psychologischen Aspekte der Reise sollen bei der russischen Mission “Mars-500” realitätsnah in der Nähe Moskaus durchgespielt werden.

Sechs Kandidaten, darunter vier von der Esa, simulieren den Flug in hermetisch abgeschlossenen Modulen.

Ein Psychologe erklärt: “Es gibt Menschen, die brauchen ständig Abwechslung. Hier wird es aber darauf ankommen, ständig mit denselben Personen auf engem Raum zurecht zu kommen. Wenn dann noch alle routiniert immer ähnliche Handlungen ausführen, kann das schnell nerven und eventuell sogar Aggressionen verursachen.”

Ernähren werden sich die Mars-Fahrer weitgehend wie Kosmonauten: Sie bereiten ihre Trockennahrung mit Wasser auf, das aus einem geschlossenen Kreislauf kommt. Mit dabei ist der Franzose Romain Charles, der für die Europäische Weltraumorganisation ESA an dem Versuch teilnimmt: “Das ist ja kein Gefängnis: es ist ein Experiment. Es wird sicher anstrengend, aber wir haben das Ziel, 520 Tage durchzuhalten, und ich bin auch sicher, dass wir das schaffen werden.”

Was abzuwarten bleibt! Denn einen ähnlichen Versuch gab es bereits im Jahr 1999: Damals geriet die Sache leicht außer Kontrolle:

Die einzige Frau an Bord – eine Kanadierin – klagte über sexuelle Belästigung, und unter den russischen Teilnehmern kam es zu Prügeleien.