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Brüssel will Anbau von Gen-Pflanzen vereinfachen

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Brüssel will Anbau von Gen-Pflanzen vereinfachen

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Auf europäischem Boden könnten schon bald mehr Gen-Pflanzen angebaut werden. Der EU-Kommissar für Verbaucherschutz will den Anbau gentechnisch veränderter Organismen, neu ordnen.
Das Zulassungsverfahren soll vereinfacht und mehr Entscheidungsgfreiheit für die Mitliedsländer geschaffen werden. Der Kommissar will seinen Vorschlag Mitte Juli der Kommission unterbreiten.

Im internationalen Vergleich liegt Europa weit zurück: im vergangenen Jahr wurden weltweit rund 134 Millionen Hektar gen-technisch veränderter Sorten angebaut, auf europäischen Feldern nur 100.000 Hektar.

Bis dato ist lediglich der Anbau von zwei gentechnisch veränderten Sorten in Europa erlaubt: Mais Mon810 von Monsanto und die Kartoffel Amflora von BASF, die vor allem für industrielle Zwecke und als Futtermittel dient.

Die Einführung der Gen-Kartoffel war die erste Amtshandlung des EU-Kommissars für Gesundheit und Verbraucherpolitik John Dalli.

Bei den Mitgliedsstaaten herrscht keine Einigkeit.
Spanien, die Niederlande und die Tschechische Republik befürworten den Anbau von Gen-Sorten.
Frankreich, Deutschland, Italien, Österreich, Ungarn, Griechenland und Luxemburg indes, haben Anbauverbote für den Gen-Mais Mon 810 verhängt.

Ungeachtet der Ablehnung vieler Verbraucher sollen mit der neuen Regelung, die Staaten, die grundsätzlich für Gen-Pflanzen sind, deren Anbau schneller genehmigen können.