Eilmeldung

Eilmeldung

Diesmal Hoffnung im Kampf gegen Ölflut

Sie lesen gerade:

Diesmal Hoffnung im Kampf gegen Ölflut

Schriftgrösse Aa Aa

Der neue Versuch, die Ölflut vom Meeresgrund im Golf von Mexiko einzudämmen, kommt bisher voran.
Dem Ölkonzern BP ist es – wenn auch mit Problemen – gelungen, das abgeknickte Rohr am Bohrloch abzutrennen. Danach wurde eine Art Glocke aufgesetzt, mit der zumindest ein Teil des Erdöls aufgefangen und abgeleitet werden könnte.

In dieser Meerestiefe von anderthalb Kilometern ist aber auch das unerprobt. Die amerikanische Küstenwache dämpft jedenfalls die Erwartungen: Man werde noch einige Zeit brauchen, heißt es, bis man wisse, ob und wie weit das funktioniere. Und auch wenn es funktioniere, sei es keine Lösung auf Dauer.

BP bekundet seinen Willen zum gründlichen Aufräumen: Wenn Medien, Küstenwache und alle anderen Beteiligten weg seien, verspricht Firmenchef Tony Hayward, werde BP noch lange bleiben. Man wolle den Menschen an der Golfküste möglichst schnell ihr altes Leben und ihre Existenz zurückgeben. So lange bleibe man hier.

Das wird für den Konzern aber teuer werden, wie auch vieles andere. Umweltschützer machen mit Antiwerbung im Internet die Verbraucher gegen BP mobil. Der Aktienkurs ist eingebrochen, die Kreditwürdigkeit herabgestuft. Auf BP kommen hohe
Prozesskosten zu, dazu Kosten für die Aufräumarbeiten. Die amerikanische Regierung hat schon eine erste Rechnung geschickt, über 69 Millionen Dollar, weit mehr als fünfzig Millionen Euro – und das ist nur ein erster Vorgeschmack.