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Kadidatenkür für Bundespräsidentenwahl

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Kadidatenkür für Bundespräsidentenwahl

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Niedersachsens Regierungschef Christian Wulff soll neuer Bundespräsident in Deutschland werden. Die schwarz-gelbe Regierungskoalition entschied sich für den 50-Jährigen als Kandidaten und nicht für die bislang in den Medien als Favoritin gehandelte Arbeitsministerin Ursula von der Leyen. Da CDU/CSU und FDP in der Bundesversammlung, die den Präsidenten wählt, eine klare Mehrheit haben, gilt Wulffs Wahl als sicher.

Ich freue mich auf die Aufgabe, ich denke, man kann die Menschen zusammenführen, etwas für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft tun, Mut machen, auch Optimismus in schwierigen Zeiten machen. Natürlich habe ich auch ein bisschen Wehmut, dass Horst Köhler zurückgetreten ist in dieser Woche, natürlich habe ich auch ein bisschen Wehmut, dass ich meine Aufgabe in Niedersachsen dann nicht werde weiter ausüben können”, erklärte Wulff am Donnerstagabend bei seiner Vorstellung im Bundeskanzleramt.

Die Oppositionsparteien wollen jemand anderen als Wulff Hausherr im Schloss Bellevue sehen.
Sozialdemokraten und Grüne nominierten den Ex-Chef der Stasiunterlagen-Behörde, Joachim Gauck als Gegenkandidaten. Der 70-jährige Gauck gilt als unverfälscht und kantig. Er war eine der treibenden Kräfte in der Bürgerbewegung in der DDR, die das Volk auf die Straße und die Mauer zum Einsturz brachte.