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Überschwemmungen an Weichsel und Donau

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Überschwemmungen an Weichsel und Donau

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Nach schwerem Regen führt die Weichsel, Polens längster Fluss, erneut Hochwasser – nur drei Wochen nach den letzten Überschwemmungen.

Die Flut im Süden des Landes bewegt sich auf Warschau zu. Ein Deich gab nach, andere wurden überflutet. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Auf der Oder soll die neue Flut weniger gefährlich ausfallen: Polnische Meteorologen sehen die
voraussichtlichen Höchststände weit unter den Werten vom Mai.

In der Slowakei sind die beiden größten Städte bedroht. In der Hauptstadt Bratislava trat die Donau
über die Ufer. Überschwemmt sind aber nur unbewohnte Flächen.

In Košice, der zweitgrößten Stadt, durchbrach der Fluss Hornád eine Sperre aus Sandsäcken. Hunderte Menschen mussten auch hier gerettet werden.

Die wichtigsten Autobahnen und Bahnstrecken zwischen beiden Städten sind an mehreren Stellen unterbrochen.

Auch in Ungarn bleibt die Lage nach den ausgiebigen Regenfällen der letzten Wochen kritisch. Man erwartet schon das Donauhochwasser aus der Slowakei: Zur Zeit bereitet aber auch hier
der Hornád – oder auf ungarisch: Hernád – im Grenzgebiet die meisten Probleme. Für sechs der neunzehn Bezirke Ungarns gilt der Notstand.