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Weiteres Gaza-Hilfsschiff aufgebracht

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Weiteres Gaza-Hilfsschiff aufgebracht

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Das Ziel, der Gazastreifen, ist es nicht: Die “Rachel Corrie” läuft stattdessen in den israelischen Hafen Aschdod ein, etwas weiter nördlich.

Israels Marine hatte das Schiff mit Hilfsgütern für den palästinensischen Gazastreifen zuvor gestoppt, nach mehreren Aufforderungen, den Kurs zu ändern.

Nach israelischen Angaben hatte man sich mit der Besatzung und den Aktivisten auf dem Schiff geeinigt; Soldaten gingen daraufhin an Bord und übernahmen den unter irischer Flagge fahrenden Frachter. Laut Armee wurde keine Gewalt angewendet, niemand sei verletzt worden.

Am Montag hatten israelische Soldaten einen Schiffskonvoi derselben türkischen Organisation gewaltsam gestoppt. Bei der Erstürmung eines der Schiffe wurden neun Menschen getötet.

Die Organisatoren wollen auf dem Seeweg Hilfsgüter
in den Gazastreifen bringen: Das Palästinensergebiet wird seit längerem durch Israel faktisch abgeschottet. Israel will damit die Hamas-Bewegung schwächen, die seit drei Jahren den Gazastreifen beherrscht und Israel feindlich gegenübersteht.

Israel will jetzt die Hilfsgüter an Bord der “Rachel Corrie” überprüfen und dann in den Gazastreifen weiterleiten. Ob das für alle Güter gilt, ist aber unklar: Das Schiff hat zum Beispiel Zement geladen,
den Israel normalerweise nicht durchlässt – mit der Begründung, die Hamas könnte ihn für militärische Anlagen verwenden.