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Hochwasser in Polen, Ungarn und der Slowakei

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Hochwasser in Polen, Ungarn und der Slowakei

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Mit Macht drängt das Hochwasser in Polen, Ungarn und der Slowakei in die Fläche. An der Weichsel verschärfte sich die Lage in der Nacht zum Sonntag: Der Fluss durchbrach im polnischen
Sandomierz etwa 200 Kilometer südlich von Warschau die Sperren, Teile der Stadt wurden erneut überflutet. Am Mittag wurde Hochwasseralarm für Warschau und angrenzende
Gemeinden ausgerufen. Der Scheitelpunkt wird in der Hauptstadt am Dienstag erwartet. Regierungschef Donald Tusk machte sich ein Bild von der Lage in Sandomierz. Die Situation werde immer schlimmer, sagte er, ein Teil des Dammes sei gebrochen. Tausende Menschen würden nun vom Hochwasser bedroht. Die Hoffnung, die Region trocken zu legen, müsse man zunächst aufgeben.
Auch in Ungarn blieb die Lage kritisch. Medienberichten zufolge wurden bislang mehr als 3600 Menschen in Sicherheit gebracht. Besonders betroffen waren Bezirke im Nordosten des Landes, in acht von ihnen verkündete die Regierung den
Notstand. In der Kleinstadt Edeleny nahe der Bezirkshauptstadt Miskolc standen ganze Straßenzüge unter Wasser. Straßen- und
Schienenverkehr wurden erheblich behindert. In großen Teilen der Slowakei beginnen inzwischen erste Aufräumungsarbeiten. Etliche Häuser sind von Erdrutschen und Hochwasser schwer beschädigt
worden. Tausende Menschen hatten – vor allem im Osten und Süden des Landes – ihr Zuhause verlassen müssen, dutzende Siedlungen waren über
Land nicht mehr zu erreichen.