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Israel lehnt internationale Untersuchungskommission ab

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Israel lehnt internationale Untersuchungskommission ab

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UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Israel
Medienberichten zufolge die Einsetzung einer internationalen Untersuchungskommission vorgeschlagen. Das Gremium soll die blutige
Erstürmung der Gaza-“Solidaritätsflotte” in der vergangenen Woche durch israelische Soldaten untersuchen, bei der neun pro-palästinensische Aktivisten getötet worden waren. Israels Botschafter in den USA lehnte das allerdings bereits ab. Auch Wissenschaftsminister Daniel Hershkowitz sagte, Israel könne die Vorfälle selbst untersuchen. Er glaube, Israel könne das und brauche dazu keine internationale Hilfe. Israel begann mit der Deportation der 19
pro-palästinensischen Friedensaktivisten, die am Samstag an Bord des Hilfsschiffes “Rachel Corrie” waren. Sieben von ihnen reisten über die Allenby-Brücke nach Jordanien aus. Die anderen sollen vom Ben-Gurion-Flughafen aus abgeschoben werden.
Ein Aktivist aus Malaysia sagte, die Welt wisse nun, dass sie keine Hilfe nach Gaza hätten schicken könne. Sie hätten ihr Ziel nicht erreicht. Jetzt hoffe er, dass die Menschen in der ganzen Welt sich erhöben und das Embargo stoppten. Das Embargo und die Belagerung. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu unterschied indes zwischen wirklichen Friedensaktivisten und Hass-Aktivisten. Anders als die Aktivisten an Bord der “Marmara” leisteten die Passagiere der “Rachel Corrie” keinen Widerstand gegen die enternden israelischen Soldaten.