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Straßenhändler in Johannesburg aus dem Umkreis der WM verbannt

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Straßenhändler in Johannesburg aus dem Umkreis der WM verbannt

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Die WM in Südafrika ist keineswegs für alle das lang ersehnte Fest oder das große Geschäft: Den fliegenden Händlern Johannesburgs bringt sie nichts als Nachteile. Denn für die ganze Dauer der Weltmeisterschaft sind die Händler aus dem Umkreis der Stadien verbannt. Geschäfte dürfen ausschließlich Sponsoren und Partner der FIFA machen. Pinky Pinkoli verliert für die Dauer der WM ihren Lebensunterhalt: “Es ist unfair, denn nur jene profitieren, die ohnehin große Geschäfte machen. Die fliegenden Händler hingegen werden verjagt.”

Bereits Anfang Mai wurden die fliegenden Händler aus dem Umkreis des Soccer City Stadions, in der Nähe Sowetos verbannt. Die Sponsoren der WM haben sich ihre Partnerschaft mit der FIFA einiges kosten lassen, Konkurrenten, auch die ganz kleinen, haben da nichts zu suchen. Proteste der Vereinigung der Kleinhändler Südafrikas zeigten keine Wirkung. Im Großraum Johannesburg gibt es rund 20.000 Menschen, die vom fliegenden Handel leben. Viele von ihnen verkaufen Lebensmittel und ganze Gerichte. Auch für sie gelten große Einschränkungen. Das Geschäft Cecilia Dubes, die mit Gerichten umgerechnet rund 320 Euro pro Woche verdiente, ist lahmgelegt: “Das Verbot gilt für mich für die Dauer von drei Wochen, doch ich habe den Eindruck, dass mein Leben stillsteht. Drei Wochen lang steht es still. Eigentlich für einen ganzen Monat. Was nach diesem Monat geschehen wird, wissen wir nicht. Nicht auszuschließen ist, dass der fliegende Handel auch nach dem Ende der WM verboten wird.” Während Hunderttausende in den Stadien ihre Stars feiern, bleibt die Zukunft bleibt für die Straßenhändler ungewiss. Andrerseits aber gilt, dass die WM Südafrika gerade in der Zeit der Wirtschaftskrise starke Impulse verliehen hat, denn Milliarden wurden investiert. Hinzu kommen die Einkünfte durch rund eine halbe Million Besucher der WM

3.01 FIN