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Börsenhändler vor Gericht

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Börsenhändler vor Gericht

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Der als “Milliardenzocker” bekanntgewordene Börsenhändler Jérôme Kerviel muss sich von heute an vor einem Pariser Gericht verantworten.

Der ehemalige Angestellte der französischen Großbank Société Générale soll für einen der größten Spekulationsverluste aller Zeiten in Höhe von 4,9 Milliarden Euro verantwortlich sein.

Kerviel jedoch behauptet, mit Billigung seiner Chefs spekuliert zu haben:

“Ich kann nur wiederholen: Meine Vorgesetzten haben von meinen Aktivitäten in vollem Umfang gewusst. Ich hatte ihr faktisches Einverständnis, da es ihr einziges Ziel war, der Bank so viel Geld wie möglich zu bringen.”

Die Société Générale will hingegen nichts vom illegalen Treiben ihres Mitarbeiters gewusst haben und spricht von kriminellen Vertuschungsmanövern.

Der Prozess gegen Kerviel soll bis zum 25. Juni dauern. Dem 33-Jährigen drohen wegen Untreue, Dokumentenfälschung und der Manipulation von Computerdaten bis zu fünf Jahre Haft. Er selbst sieht sich als Sündenbock und Opfer eines verrückt gewordenen Systems.