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Deutsche und Briten müssen sparen

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Deutsche und Briten müssen sparen

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Deutschland muss sparen – so will es die Bundesregierung, die zwei Tage lang über Einsparungen beraten hat.

Herausgekommen ist ein Rekord-Sparpaket, das nun
aber noch durch das Parlament gebracht werden muss. Die geplanten Belastungen sind enorm: Bis 2014, also in den nächsten vier Jahren sollen insgesamt achtzig Milliarden Euro zusammenkommen.

“Die letzten Monate haben gezeigt”, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel, “im Zusammenhang mit Griechenland und anderen Eurostaaten, von welch herausragender Bedeutung solide Finanzen sind. Ich glaube, dass Deutschland als größte Volkswirtschaft hier eine herausragende Aufgabe hat, mit gutem Beispiel voranzugehen.”

Gespart wird im Sozialen, aber auch in der Wirtschaft, bei der Bundeswehr oder den Bundesbeschäftigten. Gekürzt wird zum Beispiel das Elterngeld zur Freistellung frischgebackener
Mütter und Väter. Für Langzeitarbeitslose wird es ganz gestrichen; andere Zahlungen sollen bei ihnen ebenfalls entfallen.

Auch die britische Regierung stimmt das Land schon auf schwere Zeiten ein; in zwei Wochen wird sie einen Nothaushalt vorlegen. Alle zahlten jetzt den Preis, sagt der neue Regierungschef; weil der öffentliche Dienst gegenüber der Privatwirtschaft zu groß geworden sei. Das zu richten werde jetzt viel schmerzhafter, als wenn man von Anfang auf ein Gleichgewicht geachtet hätte.

Die Haushaltsprobleme seien noch schlimmer als bisher gedacht; ein Vorwurf an die alte Regierung. Der frühere Finanzminister wehrt sich: Die Neuen, sagt er, würden jetzt nur den Weg bereiten für Dinge, die sie sowieso schon immer gewollt hätten.