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Obama hätte BP-Chef Hayward längst gefeuert

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Obama hätte BP-Chef Hayward längst gefeuert

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US-Präsident Barack Obama hätte den Chef des Ölkonzerns BP, Tony Hayward, schon längst gefeuert, – wenn er es könnte. In einem Interview sagte der Präsident außerdem, er sitze nicht herum und unterhalte sich mit Experten wie in einem Seminar, sondern er spreche mit ihnen vor Ort, damit er wisse, wem er “in den Hintern treten müsse”.

Seit der Explosion der BP-Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko vor mehr als sechs Wochen hat das Ausmaß des Desasters ständig zugenommen. Weite Teile der US-Südküste sind inzwischen betroffen, und Meeresbewohner ebenso wie die von ihnen abhängigen Menschen, so auch ein Fischer, der sagte: “Wir haben diesen Ort wieder aufgebaut. Drei Monate nach Hurrikan Katrina waren wir wieder auf Fischfang. Das wird diesmal nicht in drei Monaten sein.”

Immer mehr Teerklumpen werden an die Strände gespült. Derweil pumpt BP einen Teil des am Meeresboden austretenden Öls auf ein Schiff – durch ein Steigrohr, das Experten mit einem Trichter am Bohrloch befestigten. Doch wie viel Öl aus dem Leck kommt, ist nach wie vor unklar. Und an der Küste finden Helfer immer mehr verölte Vögel und versuchen, ihr Gefieder zu reinigen. Auch diese Maßnahmen tragen zu den Gesamtkosten der Katastrophe bei. BP bezifferte seine Kosten inzwischen auf mehr als eine Milliarde Euro.