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Spaniens öffentlicher Dienst streikt

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Spaniens öffentlicher Dienst streikt

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Die Gewerkschaften protestieren mit dem 24-stündigen Ausstand gegen die Sparmaßnahmen der Regierung. Verwaltung, Post und Flughäfen sind betroffen, ebenso Krankenhäuser und Schulen. Dort richtete die Regierung einen Mindestdienst ein.

Laut Gewerkschaften folgten drei Viertel der Staatsdiener dem Aufruf, laut Regierung weit weniger.

Um fünf Prozent will sie die Beamtengehälter von diesem Monat an kürzen. Dies ist nur ein Bestandteil des Pakets, mit dem Spanien binnen zwei Jahren insgesamt 15 Milliarden Euro einsparen will.

Die Gewerkschafter halten dagegen: “Kürzungen bei den Ausgaben im öffentlichen Dienst führen unmöglich zu Wachstum. Denn die Leute geben dann weniger Geld aus, also gibt es auch weniger Wachstum.”

Die Regierung, unterstützt von der EU, sieht hingegen nur so einen Weg, um langsam wieder auf die Neuverschuldungsgrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts herunterzukommen. Derzeit sind es über elf Prozent.

Auch der geplanten Arbeitsmarktreform, deren Details an diesem Mittwoch vorgelegt werden sollen, sehen die Gewerkschaften argwöhnisch entgegen. Sie erwägen einen Generalstreik, wollen aber zunächst einmal sehen, inwieweit der Streikaufruf heute befolgt wird.