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Zorn über Sparmaßnahmen in Deutschland

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Zorn über Sparmaßnahmen in Deutschland

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Immer enger wird der Gürtel geschnallt, – viel zu eng, sagen nun viele in Deutschland. Das von der Regierung in Berlin beschlossene Sparpaket (das größte in der Geschichte der Bundesrepublik) soll den Haushalt bis Ende 2014 um mehr als 80 Milliarden Euro entlasten – zu Lasten des kleinen Mannes, sagte ein Bürger in Köln: “Den Kleinen trifft es, das ist normal. Uns trifft es, die Großen lassen sie wieder laufen. Das ist immer dasselbe. Die Regierung muss weg.”

Bei den Sozialleistungen hat die Regierungs-Koalition der Christdemokraten und Liberalen besonders stark gekürzt: Zuschläge für Arbeitslose werden gestrichen, bei Hartz-IV-Empfängern sollen die Beiträge zur Rentenversicherung entfallen.
Die Gewerkschaften kündigten Widerstand an. DGB-Chef Sommer sagte: “Niemand sollte unseren Zorn über die soziale Schieflage dieser Politik und unsere Entschlossenheit, diesen falschen Weg zu korrigieren, unterschätzen.”

Das Elterngeld, das es berufstätigen Eltern ermöglichen soll, sich vorübergehend ganz der Kinderbetreuung zu widmen, wird insgesamt moderat gekürzt, für Hartz-IV-Empfänger wird es ganz gestrichen.