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Grenzüberschreitende Gesundheit


Redaktion Brüssel

Grenzüberschreitende Gesundheit

Die grenzoffene Arztpraxis soll in Europa stärker Praxis werden. Das ist das Ergebnis der Verhandlungen zwischen den EU-Mitgliedsstaaten von diesem Dienstag. Bei der Liberalisierung der Gesundheitsversorgung gelang den Ministern in wichtigen Knackpunkten eine Einigung. So wird nun erstmals festgeschrieben, welche Bedingungen Patienten im Ausland einhalten müssen, um die Kosten erstattet zu bekommen.
Generell gilt: Krankenhaus- und Arztbesuche sollen vom Heimatland des Versicherten entrichtet werden. Patienten in Europa können dann selbst entscheiden, in welchem EU-Land sie sich behandeln lassen wollen.

Streitpunkte waren lange zum einen, welche Behandlungen deutsche oder britische Rentner auf Mallorca erstattet bekommen. Zum anderen standen günstigere Zahnarztbesuche wie in Polen in der Kritik.

Bis zum Jahresende soll die geplante EU-Richtlinie unter Dach und Fach gebracht sein. Dann muss das EU-Parlament noch entscheiden.
Während Kritiker der Richtlinie einen Gesundheitstourismus befürchten, versprechen sich viele EU-Staaten wie Deutschland mehr Auslandsbehandlungen und dadurch Mehreinnahmen.

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