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Libyen wirft UNHCR heraus

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Libyen wirft UNHCR heraus

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Der nordafrikanische Staat Libyen hat die UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR zum Verlassen des Landes aufgefordert.

Libyen gehört der 1951 in Kraft getretenen UN-Flüchtlingskonvention nicht an und hat auch keine eigenen Flüchtlingsgesetze. Das UNHCR sieht die Flüchtlinge im Land sich daher ihrem Schicksal überlassen:

“Der Rauswurf hinterlässt in Libyen ein großes Vakuum,- denn Lybien verfügt nun über keinen Mechanismus mehr, Asylverfahren abzuwickeln.”

Derzeit habe die UN-Behörde 9000 Flüchtlinge in Libyen, zumeist Palästinenser und Iraker, registriert. Zudem gebe es 3700 Asylsuchende, vorwiegend aus Eritrea, so das UNHCR.

Einen konkreten Grund für die Beendigung der Zusammenarbeit sei nicht genannt worden. Libyen warf der UNO-Organisation eher schwammig “ungesetzliche Aktivitäten” vor.

Das UNHCR beschäftigte in Libyen 26 Mitarbeiter, vorwiegend libyscher Nationalität. Die Organisation versucht aber weiter, mit den libyschen Behörden über einen Verbleib im Land zu verhandeln.