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Niederländer wählen

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Jetzt gilt es. Die Niederländer wählen ein neues Parlament. Er gilt als der vorraussichtlicher Sieger dieser Wahl. Mark Rutte. Mit seiner “Volkspartei für Freiheit und Demokratie” VVD liegt der 43-Jährige in den Umfragen soweit vorn, dass er durchaus Regierungschef werden könnte.
Die VVD warb mit wirtschaftsliberalen Überzeugungen und dem Wunsch nach Steuersenkungen.

Auf ihn lasten hohe Erwartungen. Job Cohen. Der Bürgermeister von Amsterdam hat den Niedergang der Sozialdemokraten nach der gescheiterten schwarz-roten-Koalition gestoppt. In seiner “Partei der Arbeit “ PvdA hoffen viele, dass der 62-Jährige einen Rechtsruck in Den Haag verhindern kann. Auch Sozialisten und Grüne hoffen auf ihn.
Der Jurist aus einer jüdischen Akademikerfamilie gilt als Versöhner.

Das kann man von ihm nicht sagen. Geert Wilders.
Blondgefärber Rechtspopulist und Gründer der “ Partei für die Freiheit” PVV. Mit seinen fremdenfeindlichen Parolen ist er erfolgreich. Er fordert einen Einwanderungsstopp für Muslime und dass das Rentenalter nicht erhöht wird. Laut Umfragen kann seine Partei wohl ihre Sitze in der Zweiten Kammer, dem Parlament verdoppeln.

Jan Peter Balkenende, der mal so ähnlich aussah wie Harry Potter, ist entzaubert. Nach acht Jahren als Ministerpräsident in unterschiedlichen Koalitionen gilt er als verbraucht. In dem Umfragen stürzte seine christdemokratische Partei CDA gnadenlos ab und liegt deutlich auf Platz drei, hinter den Sozialdemokraten.

Rund 12,5 Millionen Niederländer sind zum Urnengang aufgerufen. Dieser wurde nötig, weil im Februar die schwarz-rote Regierungskoalition am Streit über den Militäreinsatz in Afghanistan zerbrochen war.