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Riesige Ölschwaden tief im Golf von Mexiko

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Riesige Ölschwaden tief im Golf von Mexiko

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50 Tage nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko haben amerikanische Experten bestätigt, dass weit entfernt von der Unfallstelle zwei riesige Ölschwaden treiben, die weit in die Tiefe hinab reichen und dort die Tierwelt bedrohen. Die US-Behörde für Ozeanographie erklärte, Proben-Analysen zufolge reichten die Ölwolken von der Wasseroberfläche aus bis zu 1000 Meter in die Tiefe. Die Konzentration sei aber gering. Der Forscher Thomas Shirley von der Texas A&M University erklärte, eine dieser Ölwolken habe ein Volumen wie der nordamerikanische Erie-See: “Die Pottwale tauchen durch diese Ölwolken auf der Suche nach Nahrung – die nun auch verunreinigt sein kann. Es gibt also viele Gründe, sich Sorgen zu machen.”

Sorgen macht sich auch Präsident Barack Obama, und er zeigt sich zunehmend verärgert über den Ölkonzern BP: In einem Interview äußerte er seine schärfste Kritik an dem britischen britischen Konzern, seit dessen Bohrinsel Deepwater Horizon am 20. April im Golf von Mexiko explodiert ist. Einen Mitarbeiter wie BP-Chef Tony Hayward hätte er längst gefeuert, sagte der Präsident.
Unterdessen finden Helfer an der US-Südküste weiter ölverschmierte Vögel.

Derweil pumpt BP einen Teil des am Meeresboden austretenden Öls auf ein Schiff, nachdem es gelang, einen Trichter auf das Bohrloch zu stülpen. Wie viel Öl dort austritt, ist weiter unklar.