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Iran von Sanktionen unbeeindruckt

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Iran von Sanktionen unbeeindruckt

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Die neuen UN-Sanktionen sind im Iran auf einhellige Kritik gestoßen, Zeitungen aller Couleur verurteilten sie. Selbst die reformorientierte Presse bezeichnete sie als Schritt hin zur Konfrontation. Am Mittwoch hatte der Weltsicherheitsrat die vierte Sanktionsrunde beschlossen.

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad, derweil bei einer Konferenz in Tadschikistan, zeigte sich unbeeindruckt: “Die Länder, die selbst die Atombombe haben, die sich ihrer bedient haben, drohen uns unter dem Vorwand, dass der Iran in Zukunft vielleicht seine eigene Atombombe baut. Ich habe ihnen gesagt: Diese Sanktionen, die Ihr da gegen uns verhängt, die sind wie benutzte Taschentücher, die man in den Müll wirft.”

Der Iran erklärte umgehend, er werde sein Atomprogramm fortsetzen. Laut iranischen Medien wird das Parlament das Verhältnis zur Internationalen Atomenergiebehörde “überprüfen”. Möglicherweise könnte der Zugang für Inspektoren weiter eingeschränkt werden.

Ein Teheraner Bürger meint nach den Sanktionen lapidar: “Unser Fortschritt ist unaufhaltsam, unsere Wissenschaftler entwickeln Tag für Tag alle Bereiche weiter. Ich glaube nicht, dass die Sanktionen uns beeinträchtigen werden.”

Die drei vorigen Sanktionsrunden hielten den Iran nicht von seinem Atomprogramm ab. Die neuen Strafmaßnahmen sehen unter anderem ein verschärftes Waffenembargo und strengere Kontrollen von Frachtschiffen sowie Kontensperrungen vor.