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Quo Vadis, Niederlande?

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Quo Vadis, Niederlande?

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So sieht ein Wahlsieger aus. Mark Rutte von der rechtsliberale Partei für Freiheit und Demokratie VDD. Umarmungen gab`s dann auch von der EU-Kommissarin Nelly Kroes. Der 43-jährige Spitzenkandidat der Rechtskonservativen holte 31 Mandate in der 150 Sitze fassenden Zweiten Kammer, dem niederländischen Parlament in Den Haag.

Jubel auch bei den Sozialdemokraten. Die Partei der Arbeit PdvA unter dem ehemaligen Amsterdamer Bürgermeister Job Cohen holten unerwartet 30 Sitze im Parlament. Sie wurden zweitstärkste Kraft in dem Niederlanden.

Die Liberalen sind mit 31 Sitzen stärkste Kraft. Die Sozialdemokraten mit 30 Sitzen konnten ihren Niedergang stoppen. Geert Wilders fremdenfeindliche Partei für die Freiheit wird drittstärkste Kraft mit 24 Sitzen. Und die Christemokraten stürtzen von 40 Mandaten auf 21 ab.

Der Rechtspopulist Wilders hat mit seinen islamfeindlichen Parolen offenbar einen Nerv der Niederländer getroffen. Er holte mehr als doppeltsoviele Stimmen wie bei der letzten Wahl.

Jan Peter Balkenende, der gescheiterte Christdemokrat übernahm für das Desaster seiner Partei die politische Verantwortung und trat nach acht Jahren als Ministerpräsident von seinen Ämtern zurück.

Wie die neue Regierung aussehen soll, aus welchen Koalitionen sie besteht ist noch vollkommen unklar.