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Japans neuer Regierungschef will sparen

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Japans neuer Regierungschef will sparen

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Japans neuer Ministerpräsident Naoto Kan hat einen harten Sparkurs angekündigt. Andernfalls könne das Land seine Schulden womöglich nicht zurückzahlen. Vorerst aber keine Spur von Nervosität an der Börse in Tokio. Sie schloss am Morgen fest. Kan hat gute Chancen, sein Sparpaket durchzusetzen. Denn sein Bankenminister war kurz zuvor zurückgetreten. Dieser hatte Steuererhöhungen abgelehnt.

“Es ist schwierig, eine Politik aufrechtzuerhalten, die zu stark auf Schulden basiert”, sagte Kan im Parlament in Tokyo. “Wie wir bei der der Europäischen Union gesehen haben, wo eine finanziellen Konfusion von Griechenland ausging, können unsere Finanzen zusammenbrechen, wenn das Vertrauen in unsere Schuldverschreibungen abnimmt und die Schulden immer weiter steigen.”

Kan ist erst wenige Tage im Amt. Eine Welle der Sympathie schlägt ihm entgegen. Er ist der fünfte Regierungschef in drei Jahren. Und übernimmt Schulden, doppelt so hoch wie das Bruttoinlandsprodukt. Kan spricht offen über Steuererhöhungen, obwohl dies im Gegensatz zu den Wahlversprechen seiner Demokratischen Partei steht. Gleichzeitig will er die Binnennachfrage ankurbeln. Die Wirtschaft soll um jährlich zwei Prozent wachsen.