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Keine Ende der Streiks in China

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Keine Ende der Streiks in China

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Die Streikwelle in China setzt sich fort. Zum dritten Mal innerhalb eines Monats ist am Freitag ein Zulieferbetrieb des Autobauers Honda bestreikt worden. Rund 500 Arbeiter der Fabrik weigerten sich, die Arbeit wieder aufzunehmen. Sie fordern eine bessere Bezahlung und das Recht, eine Gewerkschaft zu gründen. Das Management allerdings bot lediglich eine Erhöhung der Löhne um 100 Yuan, umgerechnet gerade einmal 12 Euro. “Wir kommen hierher, um Geld zu verdienen”, beschwert sich eine Arbeiterin. “Wir wollen nicht streiken, aber wir brauchen das Geld. Wir wollen unsere Jobs nicht verlieren, wir wollen einfach nur Geld verdienen.”

In letzter Zeit kam es in Fabriken ausländischer Firmen immer wieder zu Protestkundgebungen der Arbeiter. Nun wächst in China die Angst, dass das Land als Standort für Billigproduktionen unattraktiv werden könnte, wenn die Hersteller die Fabriken in billigere Nachbarländer wie Vietnam oder Indien verlegen. Experten meinen allerdings, dies sei wegen der hohen Kosten eines Standortwechsels wenig wahrscheinlich.