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NATO will sparen

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Die NATO will sparen. Das sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen am Donnerstag bei einem Treffen der Verteidigungsminister der 28 Mitgliedstaaten in Brüssel. Die NATO werde deswegen nicht weniger ehrgeizig sein. Bisher richtet sie sich darauf ein, gleichzeitig zwei große und sechs kleinere Einsätze bestehen zu können. Nach Angaben von Diplomaten will Rasmussen die Zahl der Hauptquartiere des Bündnisses von elf auf fünf veringern. Außerdem solle es nur noch drei statt 14 NATO-Agenturen geben. Rasmussen sagte, es werde für einige Zeit weniger Geld für Verteidigungsausgaben geben. Man müsse Prioritäten setzen und wissen, was man wirklich benötige. Was man wirklich brauche und wo man es einsetze. Die Sparpläne sind vor allem umstritten, weil viele NATO-Staaten nicht auf eine sichtbare Präsenz des Bündnisses verzichten wollen. Rasmussen forderte die Minister außerdem auf, mehr Ausbilder nach Afghanistan zu schicken. Von 2300 benötigten Ausbildern fehlen noch 450.
Sie sollen die Sicherheitskräfte in Afghanistan so schulen, dass die derzeit 120 000 ISAF-Soldaten in den kommenden Jahren mit dem Abzug beginnen können.