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Slowakei vor schwieriger Wahl

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Slowakei vor schwieriger Wahl

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Ein Kopf-an-Kopf-Rennen wird es wohl geben, bei der heutigen Parlamentswahl in der Slowakei. Achtzehn Parteien stehen zur Wahl, von denen aber nur ein Teil eine Chance hat, über die Fünfprozenthürde zu kommen.

Vor diesem Problem steht auch mindestens eine der
beiden kleineren Regierungsparteien: Robert Fico könnte das den Job kosten. Der Regierungschef ist zwar der beliebteste Politiker im Land, und seine Sozialdemokraten werden wieder mit Abstand stärkste Kraft werden – aber gehen ihm tatsächlich
seine Bündnispartner verloren, wäre es auch für ihn erst einmal vorbei.

Es wäre dann der Moment von Iveta Radičová, die die größte Oppositionspartei führt. Schafft es die christlich-liberale Ex-Sozialministerin, die bürgerlichen Parteien – und die der ungarischen Minderheit – hinter sich zu bringen, könnte sie die erste Frau werden, die die Slowakei regiert.

Den Wahlkampf beherrschte die Wirtschaftslage, aber auch der Streit mit dem Nachbarn Ungarn über die starke ungarische Minderheit im Land. Dazu kamen auf beiden Seiten Vorwürfe illegaler Parteienfinanzierung; erst vor wenigen Tagen noch gegen Fico persönlich.