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Carl Devos: In Brüssel Kompromisse gefragt

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Carl Devos: In Brüssel Kompromisse gefragt

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Wie geht weiter nach der Wahl? Noch tappen sie im Dunkeln, Parteien, Bürger, Kommentatoren. Lange Zeit hat der Sprachenstreit Belgien lahmgelegt. Nach Rechtsruck in Flandern und Linksruck in der Wallonie wird die Suche nach Gemeinsamkeiten nicht leichter. Carl Devos, Politikwissenschaftler an der Universität Gent, versucht, zu erhellen:

“Zum ersten Mal seit mehr als 30 Jahren könnte ein Französisch sprechender Sozialist der nächste Ministerpräsident Belgiens werden. Elio Di Rupo, der Vorsitzender der Sozialistischen Partei, müsste aber Kompromisse machen, mit Bart De Wever von der NVA; für den ist Elio De Rupo akzeptabel.

Wenn sie eine Regierung für Belgien bilden wollen, müssen Sie Kompromisse machen: bei der Staatsreform, beim Haushalt, bei BHV – dem Wahlkreis Brüssel-Halle-Vilvoorde – und vielem mehr. Beide Seiten müssen Kompromisse machen. Wenn sie das ablehnen, wird es keine Regierung geben.”