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Dubai-Mord: Tauziehen nach Festnahme

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Dubai-Mord: Tauziehen nach Festnahme

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Der Fall macht schnell auch in Israel Schlagzeilen: Ein Israeli ist in Polen verhaftet worden, auf einen deutschen Haftbefehl hin.

Deutschland will die Auslieferung, Israel fordert
dagegen seinen Staatsbürger zurück. Hintergrund
der Festnahme ist die Ermordung eines Palästinenserführers Anfang des Jahres in Dubai – offenbar eine Tat des israelischen Geheimdiensts Mossad.

Vieles in diesem Fall beruhe mehr auf Fantasie als auf Fakten, sagt aber ein israelischer Minister. Hier gehe es um die Festnahme eines israelischen Staatsbürgers, und Israel wisse, wie man mit so etwas umgehe.

Der Festgenommene wird in Deutschland aber nicht wegen Beteiligung an dem Attentat gesucht: Er soll jedoch einem anderen mutmaßlichen Mossad-Agenten geholfen haben, in Köln einen deutschen Pass zu bekommen. Diesen Pass benutzte einer der mutmaßlichen Mörder dann für den Anschlag in
Dubai.

Wenn nicht einmal befreundete Länder Israels Politik noch verteidigen könnten, sagt der Journalist und Geheimdienstexperte Yossi Melman, wirke sich das auch auf den Mossad aus: Er komme nicht mehr mit allem davon.

Von den 27 Männern und Frauen des
Mordkommandos waren viele mit gefälschten europäischen Pässen unterwegs. Es ist jetzt das erste Mal, dass einer der international gesuchten Verdächtigen festgenommen wurde.