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Mussa in Gaza: Haniyeh fordert Seekorridor

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Mussa in Gaza: Haniyeh fordert Seekorridor

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Der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, hat den Gazastreifen besucht. Er reiste über den ägyptischen Übergang Rafah ein. Nach der blutigen Erstürmung von sechs Schiffen mit Hilfsgütern für Gaza hat Ägypten die Grenze geöffnet. Israel riegelt das Palästinensergebiet ab, das von der radikalislamischen Hamas kontrolliert wird. Mussa traf sich auch mit Familien, die während des Gazakriegs vor eineinhalb Jahren Angehörige verloren hatten, sowie mit Hamas-Ministerpräsident Ismail Haniyeh.

Mussa forderte: “Diese Blockade – gegen die wir uns alle erheben – muss aufgehoben und gebrochen werden.”

“Wir fordern einen See-Korridor zum Mittelmeer”, so der Regierungschef der Hamas, Ismail Haniyeh. “Wir lehnen die Anwesenheit von europäischen Beobachtern in den regionalen oder internationalen Gewässern nicht ab, auch nicht, dass die Europäer an den Grenzübergang Rafah zurückkehren. Aber wir sind gegen jede israelische Präsenz.”

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Blockade erneut verteidigt. Eine internationale Untersuchung der Erstürmung lehnte er ab, kündigte aber eine interne an. Bei dem Angriff wurden vor zwei Wochen neun Aktivisten getötet, sie alle stammten aus der Türkei. Nach Darstellung der israelischen Armee schossen die Soldaten in Notwehr.