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Auch Ölbranche stellt sich gegen BP

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Auch Ölbranche stellt sich gegen BP

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Zerstörte Küsten, verseuchte Gewässer: Die Ölpest im Golf von Mexiko wird für BP teurer und teurer. Bis jetzt hat die Katastrophe den Konzern bereits 1,3 Milliarden Euro gekostet, aber die Schadenersatzforderungen häufen sich. In London kam der BP-Vorstand zu Beratungen zusammen, um das Treffen mit US-Präsident Barack Obama am Mittwoch vorzubereiten. Daneben steht die Frage einer Aussetzung der Ende Juli fälligen Dividende im Raum. Sie würde für das zweite Quartal rund zwei Milliarden Euro betragen.

Unterdessen wächst auch der politische Druck auf BP. Der britische Außenminister William Hague erklärte, der Konzern habe sehr große Aufgaben und viel harte Arbeit vor sich. Er müsse sein Möglichstes tun, um die Ölpest zu stoppen und dafür zu sorgen, dass so etwas nicht noch einmal vorkomme.

In der Ölbranche wächst die Befürchtung, dass die Vorschriften für Bohrprojekte deutlich verschärft werden könnten, und die Kritik an BP. Die Katastrophe sei vermeidbar gewesen, hieß es etwa bei Shell und Chevron. Bei einer Anhörung im US-Kongress wollen die Konzerne argumentieren, dass der Unfall bei Einhaltung der Branchenstandards nicht hätte geschehen können.