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Ausgeblasen? Vuvuzela-Unmut wird lauter

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Ausgeblasen? Vuvuzela-Unmut wird lauter

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Sie sorgen für den Klang der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika: die Vuvuzelas, in Deutschland scherzhaft auf “Uwe Seelers” genannt. Mittlerweile drohen die Tröten dem Fussball in Sachen Berichterstattung fast den Rang ablaufen, denn viele Menschen finden den Sound der Plastikröhren nicht sonderlich schön, Fussballpuristen beklagen, klassische Fangeräusche und Schlachtengesänge würden übertönt und überhaupt: Vuvuzelas schädigten das Gehör mit ihren bis zu 123 Dezibel. WM-Chef Danny Jordaan höchstselbst spricht jetzt von einem Verbot der Vuvuzelas, was aber vielen Südafrikanern missfällt: “Warum sollte man sie verbieten”, fragt ein junger Fussballfan aus Südafrika und fährt fort, “das hier ist eine afrikanische Weltmeisterschaft und die Vuvuzela gehört zu uns. Wir müssen in die Vuvuzelas blasen, immer wieder, bis ans Ende des Turniers.” Während sich viele Fans, Spieler und Fernsehsender gestört fühlen, bricht DFB-Chef Theo Zwanziger eine Lanze für die Vuvuzela: Das ganze könne sogar ein Spass sein, sagte er laut Medienberichten. Nur müssten sich die europäischen Ohren eben drauf einlassen.