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Flandern und Wallonie wählen sich auseinander

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Flandern und Wallonie wählen sich auseinander

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Aus der Parlamentswahl in Belgien am Sonntag sind zwei eindeutige Sieger hervorgegangen. Zum einen die wallonischen Sozialisten unter Elio Di Rupo und die flämischen Seperatisten von der Neu-Flämischen Allianz (N-VA). Große Verlierer sind die Liberalen und die Christsozialen Parteien. Beste Chancen neuer Ministerpräsident zu werden hat Elio Di Rupo, der Wahlsieger in der Wallonie. Doch der steht vor einen schweren Regierungsbildung. Stärkste Kraft in der neuen Kammer wird nämlich die N-VA, knapp vor den wallonischen Sozialisten.

In der flämischen Reichshälfte kommen die seperatistischen Kräfte, die N-VA und der rechtsextreme Vlams Belang auf knapp 40 % der Stimmen. Eine historische Niederlage erlitten die flämischen Christdemokraten, die in der vorigen Regierung noch den Ministerpräsidenten gestellt hatten.

Ganz anders wählte die Wallonie. Die Sozialisten, die für eine Stärkung des föderalen Gesamtstaates eintreten, konnten deutlich zulegen, fast ausschließlich auf Kosten der Liberalen. Die Christsozialen konnten sich, im Gegensatz zu Flandern, behaupten.