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Göldi im Glück

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Göldi im Glück

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Der Schweizer Geschäftsmann Max Göldi ist in der Libyschen Haupstadt Tripolis freigelassen worden und ist nach einem Zwischenstopp in Tunesien wieder zu Hause. Vor zwei Jahren war er festgenommen worden, er soll gegen Aufenthaltsbestimmungen verstossen haben. Im Februar wurde er zu einer Haftstrafe verurteilt.

Göldi war das letzte Opfer im Nervenkrieg zwischen der Schweiz und Libyen. Dieser begann vor zwei Jahren, als der Sohn des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi, Hannibal Gaddafi, in Genf verhaftet worden war. Er und seine Frau sollen in der Schweiz Hotelangestellte misshandelt haben.

Für Göldis Freilassung gab es jüngst hohe Unterstützung: Spaniens Aussenminister und EU-Ratsvorsitzender Miguel Angel Moratinos war am Samstag nach Trioplis gekommen. Er begleitete die Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey. Sie unterzeichnete einen Vertrag mit Libyen, der eine Untersuchung des Falls Göldi vorsieht. Gleichzeitig entschuldigte sich Calmy-Rey dafür, dass eine Genfer Zeitung illegal beschaffte Fotos von Hannibal Gaddafi veröffentlicht hatte.